Donnerstag, 27. März 2014

Gartenstart 2014

Das Wetter macht mich ja schon etwas wahnsinnig. Erst ist es warm, aber viel zu warm für die Jahreszeit. Frost droht noch, also wollte ich den Garten ruhen lassen. Besonders, da ich in diesem Jahr den Garten neu anlegen muss (wegen Umzug), wäre Frost zu Beginn der Anpflanzung katastrophal.
Dann kam die Versuchung meines Geburtstages - ich bekam bergeweise Saatgut, Blumenzwiebeln, Pflanzen etc. geschenkt. Also war ich ganz mutig und begann die Woche einfach mit der Pflanzsaison.
Tja, bei meinem Glück konnte es nicht anders geschehen...seit Tagen friert es in der Nacht. Also hoffe ich, dass die Pflanzen das überstehen....wenn alles durch kommt, wird mein Garten wunderschön *freu*
Meine Gartenhütte steht jetzt voll mit Vorzüchtungen (Sonnenblumen, Heideblumen, Kürbis, Spinat, Mangold).
Das Hochbeet ist bereits mit einer Rosmarin- und eine Thymianpflanze  bestückt. Ausgesät wurden Schnittlauch, Zitronenmelisse, Petersilie, Majoran, Kerbel...ich glaub, das wars...
Ich habe Kräuterscheiben geschenkt bekommen. Ob die Anpflanzung funktioniert, weiß ich nicht....auf jeden Fall wurden damit Töpfe gefüllt, die hoffentlich Petersilie, Bohnenkraut und Schnittlauch hervor bringen.
Eine Hortensie und einen Feigenbaum im Kübel kann ich ebenfalls zu meinen Errungenschaften zählen.
Beim Einkauf hab ich in er Tchiboecke Pflanzkübel für Erdbeeren entdeckt - Versuch macht klug :)
Des weiteren sind diverse Blumenzwiebeln in meinem Beet gelandet, Kamille ist in den Ecken verstreut. Es folgen noch Ringelblumen im April. In  Balkonkästen ist bisher nur Kapuzinerkresse gelandet. Da ich aber noch einen Gutschein für den Raiffeisenmarkt habe, werde ich noch ein paar Kästen für Salat besorgen.
Sobald der Plan für die Gemüseecke steht, werde ich die erhaltenen Saatbänder für Radieschen, Karotten und Gurken austesten.Später werden auch noch ein paar Tomatenpflanzen hinzu kommen; da ich Kaufhaustomaten nicht mag, ist der eigene Anbau jedes Jahr ein Muss für mich.
Vor meinem Werkeln befand sich bereits ein Steinbeet in meinem Garten, welches ich noch etwas aufpimpen möchte - ich mag Steinbeete nicht sonderlich; sie sind schwer sauber zu halten und haben keine schön bunte Pflanzenauswahlmöglichkeiten, aber ich werd mal schauen, was sich daraus basteln lässt.
Der Plan für 2014 steht, ich freu mich drauf.
So, nun drückt mir alle mal die Daumen, dass Alles so wächst und gedeiht, wie ich es mir vorstelle :)

Hochbeet für Kräuter

Kräuterzucht im Pott

Erdbeeren im Kübel
Vorzucht in der Gartenhütte

Montag, 24. März 2014

Wochenzusammenfassung Kalenderwoche 10 - 12

Müsli steckt in der Stressfalle. Manchmal stecke ich in Phasen, an denen der 24-Stunden-Tag einfach zu kurz ist. Momentan ist das mal wieder der Fall, daher gibt es jetzt ne Sammlung von Beiträgen aus den letzten Wochen

Artikel
Es geht auch ohne Massenware - regionale Alternativen für gute Lebensmittel

Was sie über Massentierhaltung wissen sollten - Was ist Massenierhaltung? Was für Probleme stehen damit in Verbindung? etc.

Hungry Planet: What the World eats - wunderschöne, aber auch erschreckende Fotoserie. Familien aus unterschiedlichen Regionen dieser Welt zusammen mit ihrem Lebensmittelverbrauch

Weniger Fleisch, mehr Mitgefühl - über Menschen, Tiere und die Moral

Zwängt euren Kindern nicht eure Moral auf - ich liebe den Graslutscher. Empfehlenswerte Seite mit tollen Gedanken/Texten

NRW-Jäger wollen als Tierschützer anerkannt werden - HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAAHA, es ist doch noch gar nicht 1. April


Videos
Veganes Leben-Ein Trend und seine Profiteure - Wir werden immer mehr :)

Mein Beitrag - danke für dieses tolle Lied/Video

Zero Waste - der Versuch, möglichst wenig Müll zu verursachen

Materialismus zu einem hohen Preis - macht uns unsere Konsum glücklich?

Freihandelsabkommen stoppen!!! - das Thema sollte eigentlich in Dauerschleife durch die Medien gehen

Sendung mit der Maus: über die Sojamilch - beste Kindersendung von Welt :)

Bilder




Bildunterschrift hinzufügen












Petitionen
Regenwald und Schildkröten schützen


Rezept der Woche
Mein Zeitchaos hat mich zum "Zwischen-Tür-Und-Angel-Esser" gemacht, gekocht wird irgendwann mal wieder....

Was mich sonst noch bewegt?
Ich habe nach vielem Hin und Her beschlossen, meine Experimentiererei zu pausieren. Grund dafür ist, dass ich mich momentan auch andere Dinge konzentrieren muss. Ich wechsel meine Arbeit, bin mit dabei eine Bürgerinitiative auf die Beine zu stellen (zu dem Thema kommt noch mehr) und brauche dazwischen einfach noch Phasen, in denen ich einfach faul sein kann. Von da her fehlt mir absolut die Muse, mich momentan auch noch mit dem Thema "Ernährung" auseinander zu setzen. Aber ich bin guter Dinge, dass es irgendwann wieder ruhiger bei mir wird und ich mich in die Höhen und Tiefen der fruganen Ernährung stürzen werde.
Also habt bitte noch etwas Geduld ;)


Dienstag, 18. März 2014

Müsli´s Birthday

Wieder ein Jahr älter....
Ich gehöre zu den Frauen, die eigentlich ein ziemliches Problem mit ihrem Geburtstag haben. Seit ich die 24er Marke überschritten habe, graut es mir jedes Jahr aufs Neue vor meinem Wiegenfest. Jedes Jahr rücke ich weiter an die fürchterliche 30 ran, dem Alter, in dem eine Frau verheiratet sein sollte, mindestens ein Kind, Haus mit Garten etc. vorzuweisen haben sollte. Diese Vorstellung gehört zu den zahlreichen unausgesprochenen Erwartungen, die besonders im Dorfleben noch weit verbreitet sind. Nicht umsonst beginnen zum 30sten Geburtstag solch komischen Rituale, wie "Wer nicht verheiratet ist, muss Fegen  (Männer) oder Klinken putzen (Frauen)" Zum Glück bleibt mir dieses Schicksal in zwei Jahren erspart, da ich dann bereits den Familienstand "Geschieden" angeben kann :)
Dennoch sind diese Erwartungen, die eigentlich niemand direkt an einen gestellt hat, die jedoch wie ein Damoklesschwert über einen baumeln, vorhanden. Was kann man dagegen tun???? Nicht in Panik geraten, ne Flasche Weizen öffnen und sich an der Zeit erfreuen, die man noch für sich hat. Dagmar Schönleber hat zu diesem Thema mal ein sehr schönes Lied gedichtet (hier bei Youtube)

Auf jeden Fall hab ich das getan. Mein 28. Geburtstag war letzten Samstag, ich musste nicht arbeiten, also konnte ich relativ entspannt in meinen Ehrentag starten. Ich hatte fast den ganzen Tag viel Besuch, tolle Gespräche und super tolle Geschenke (nur so viel: ich kann mit Gartenbepflanzungen loslegen *freu* und zu meinem super coolen türkisfarbenen Auto hat sich jetzt als Zusatzgefährt ein quitschgrünes Fahrrad gesellt)
Und ich hatte endlich mal wieder nen Grund, Kuchen zu backen. Ich liebe es, Kuchen zu backen. Allerdings lohnt sich das für mich alleine nicht. Von da her nutze ich jede Gelegenheit, um meiner Backlust zu frönen.
Dazu konnte ich endlich mal ein Kochbuch austesten, welches ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe, aufgrund meiner Experimentiererei noch nicht benutzt habe:
Thermomix "Tier-" frei Schnauze von Petra Canan und Heidi Terpoorten - ein veganes Thermomixbuch *freu*
Zu meinem BDay habe ich nur Kuchen aus dem Buch getestet, daher wird eine etwas ausführlichere Rezension noch folgen. Aber das, was ich probieren konnte, hat mich bereits absolut überzeugt
Rohkost-Apfeltorte
Brownies (gab es zum Frühstück)
Tiramisutorte

Kuchen aufgeschnitten
Wie schön, dass Kuchen immer schmeckt und selbst Nicht-Veganern keinen Anlass für ablehnende Kommentare lässt.
Manchmal kann ich es kaum glauben, aber selbst nach so langer Zeit, die ich mittlerweile vegan lebe, beäugen manche meiner Freunde/Bekannten/Familie das Essen, welches es bei mir gibt,  äußerst kritisch. Wo ist das Problem an veganem Aufschnitt? Ist es "giftig", weil kein Fleisch drin ist??? - das waren meine Gedanken zum Frühstück.... Na ja, vermutlich liegt es an der Mentalität "Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich..." ("Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht"). Zum Glück teile ich diese Einstellung nicht, sonst würde ich ne Menge kulinarischer Höhepunkte verpassen ;)
Für Abends hatte ich noch eine vegane Gyrossuppe vorbereitet (Rezept hier) - da ich sehr sehr selten mit Trockensojaprodukten koche (hier sind es Sojaschnetzel), war ich erst etwas skeptisch, aber diese Suppe kann ich absolut empfehlen, besonders wenn viele Gäste kommen (die doppelte Menge hat für ungefähr 7-8 Personen gereicht)
Der krönende Abschluss des Tages war jedoch für mich die Ruhe nach dem Sturm, der Moment, als ich mit einem Glas Weizenbier auf meinem Sofa ohne Gäste sitzen konnte und mich über die ewig vielen Nachrichten via Facebook, Whats App etc. zum Geburtstag amüsieren konnte. Die heutigen Netzwerke machen es möglich: Menschen, die man bereits jahrelange nicht gesehen hat, geschweige denn, ein Wort mit ihnen gewechselt hat, denken jedes Jahr wieder daran, dass man Geburtstag hat und hinterlassen ein (hoffentlich) herzliches "Alles Gute" an der Pinnwand, im Chat o.Ä.
Ich muss gestehen, ich mag das klassische "Zu-Besuch-kommen" oder Anrufen. Wobei ich seit Samstag auch unheimlich auf Geburtstagslieder in Sprachnachrichten stehe ;)
Danke an Alle, die den Tag so schön gemacht haben.
Und jetzt muss ich nur noch die Zeit finden, mein Gartenprojekt zu starten, genug Pflanzen und Sämereien hab ich jetzt.



Donnerstag, 13. März 2014

Von Roh- auf Kochkost...nicht ganz ohne Schwierigkeiten

Moin,
mein Seelenleben hat sich unheimlich über das Ende der Rohkost gefreut. Am Samstag bin ich erst mal in den Bioladen, um mich für meine erste Kochmahlzeit inspirieren zu lassen. Das perfekte Mahl war schnell zusammen gestellt. Ich fand vegane Pinkelwurst (eigentlich ne Norddeutsche Wurstspezialität), hergestellt von einem Biohof aus der näheren Umgebung - also musste es Grünkohl geben. Als typisch Norddeutsche stand Grünkohl eh noch auf meiner Kochliste, da ich dieses Jahr bis auf Grünkohlchips noch nicht diesem tollen Gemüse gehuldigt hatte. Das ganze stellte sich als Hardcoreprogramm für meinen Magen heraus, aber glücklich war ich dennoch :)

Veganer Grühnkohl (Menge für ca. 4-5 große Portionen)
800g Grünkohl
1/2 Liter Wasser
Gemüsebrühpulver
50g Margarine
1 Zwiebel
1 Apfel
120g Räuchertofu
Senf, Muskat
Salz, Pfeffer

Zwiebel (kleingeschnitten) und Margarine in einen großen Topf tun und glasig dünsten. Den Grünkohl waschen und von den "Stängeln" (ich kenn den genauen Ausdruck dafür nicht) lösen. Den Kohl in den Topf geben und mit dem Wasser auffüllen. Gemüsebrühpulver hinzugeben, Deckel druff und ca. 30 Minuten köcheln lassen. Apfel und Räuchertofu sehr klein schneiden und zu dem Kohl hinzu geben. Weitere 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Senf und Muskat abschmecken.

Grünkohl, Kartoffeln, Kasslerbratstück und Pinkel
Mein Magen fand diese Köstlichkeit nicht so witzig...zwei Tage Krämpfe waren die Folge. Am nächsten Tag überkam mich ein Heißhunger auf Obst. Also folgte ein riesen Obstsalat, sozusagen freiwillige Rohkost. Weitere zwei Tage mit "normalem" Essen folgten, begleitet von einem Ausbruch pubertärer Hautunreinheiten, anhaltender Magenschmerzen, Schmerzen in den Gelenken, psychisches Tief und vieler anderer kleinerer unangenehmer Nebeneffekte...
Ich hab zwar im Vorfeld zu dem Rohkostexperiment viel über Nebenwirkungen bei der radikalen Umstellung gelesen (bezüglich des Entgiftungsprozesses), war jedoch nicht darauf gefasst, dass das im Umkehrschluss bedeutet, dass eine ebenso radikale Umstellung auf Kochkost zu entsprechenden "Vergiftungserscheinungen" führt.
Diese Reaktionen meines Körpers haben mir doch erstmals real vor Augen geführt, das Rohköstler im Puncto Gesundheit vielleicht doch den richtigen Weg gewählt haben. Mein Körper schreit gerade quasi nach Rohkost. Um mich und meinen Körper wieder zufrieden zu stellen (und diesen Vergiftungsprozess zu mildern) gibt es daher bei mir seit zwei Tagen zwei reine Rohkostmahlzeiten und eine Nicht-Rohkostmahlzeit (kann etwas Gekochtes oder Müsli/Brot etc sein). Ich hoffe, dass das auf Dauer diese Symptome bessert.
Wobei in zwei Tagen ein absoluter Anti-Rohkosttag auf mich wartet: MÜSLI WIRD 28 JAHRE ALT HAT FREI UND BEKOMMT DEN GANZEN TAG ÜBER BESUCH
Essensplanung läuft auf Hochtouren ;)
Wünsche euch daher schon mal ein wunderschönes Wochenende, genießt die letzten Sonnentage - ich hab irgendwas von Kälte und evt. Schnee gehört *brrrrrr*

Freitag, 7. März 2014

Rohkost Tag 28 - 30 - Abschluss und Fazit

Rohkostexperiment ist abgeschlossen.
Die letzten Tage hat meine Motivation etwas nachgelassen. Ich wurde zumindest, was die Getränke angeht, etwas flexibler. Habe mir gestern einen Becher Kaffee gegönnt und die letzten Tage auch mal richtig heißen Tee getrunken. Das brauchte ich ein bisschen für mein emotionales Wohlbefinden.
Herausragende Rezepte hab ich nicht zu veröffentlichen, da ich sehr einfach die letzten Tage gegessen habe. Ein paar schöne Bilder sind dennoch entstanden
Feldsalat mit Champignons, Birne und Walnüssen+ Zucchini

Postelein mit Apfel, Rote Bete und Kresse

Kokos-Banane-Pflaumen-Shake

Mein Fazit ist angesagt, wobei ich mich hier schwerer tue, als bei der Vegan-For-Fit-Challenge. Dennoch versuche ich das ähnlich zu unterteilen in Ausgangssituation, Zwischenstand mitten in der Rohkost, momentaner Ist-Zustand, Pro und Contra

Ausgangssituation (Wie war Müsli´s Verfassung zu Beginn der Rohkost?)
- hoch motiviert, körperlich fit (dank Challenge jeden Tag Sport). Ausnahme: leichte Verdauungsschwierigkeiten
- wenig Vorinformationen zum Thema Rohkost
- kein begeisterter Rohkostesser, begeisterter Kochkostesser
- Gewicht 64 Kilo

Zwischenstand (Wie ging es Müsli während der Halbzeit?)
- sehr gute körperliche Verfassung, keine Beschwerden
- begeisterter Rohkostesser, auch wenn ich warme Mahlzeiten vermisst habe. Experimentierfreude auf dem Höchststand
- radikale Gewichtszunahme. Nach zwei Wochen 67 Kilo :(

Momentaner Ist-Zustand (Wie geht es Müsli jetzt?)
- Motivation ist weg, körperlich geht es mir jedoch super.
- Sport reduziert von täglich zu zweimal die Woche. Vom Walken aufs Joggen umgestiegen (ist mir sonst zu langsam und ich brauche mehr Belastung, um mich auszupowern)
- nach Abwandlung der Ernährung (weniger hochgreifende Experimente, mehr Obstteller und Salate) Gewichtsreduktion. Momentaner Stand: 65 Kilo

Pro (Was ist an der Rohkost gut?)
- es fühlt sich super an, so naturbelassen zu essen
- man wird unheimlich kreativ, was die Zubereitung angeht
- man fühlt sich trotz riesen Essensmengen "leicht"
- "Dörren", "Mixen", "Keimen", "Einweichen" machen zumindest mir unheimlichen Spaß
- die Geschmacksnerven verändern sich. Mittlerweile benötige ich kaum noch Salz am Essen (und ich hab vorher viel Salz gegessen). Rohes Obst und Gemüse ist richtig lecker geworden
- zeitliche Flexibilität. Je nach dem, wie man seine Ernährung plant, wird man sehr flexibel. Mittags unterwegs? Kein Problem, im Supermarkt ein paar Bananen holen und schmecken lassen. Für aufwändigere Gerichte (Rohkostpizza etc) muss allerdings mehr Zeit eingeplant werden.

Contra (Was hat mich gestört?)
- ich mag warmes Essen und auch warme Getränke....
- keine klaren Vorgaben/ Richtlinien möglich, da es zu viele unterschiedliche Informationen gibt. Reine Rohkost bedarf vieler guter Vorinformation, die schwierig zu finden sind in diesem Informationschaos.
- wenn es draußen kalt ist, ist permanentes kaltes Essen nicht schön (im Sommer kann ich mir sehr gut rohköstliche Ernährung vorstellen).
- im Winter ist regionale Ernährung schwierig/unmöglich
- teuer....in einer Welt, wo Fertiggerichte (von Fleisch fang ich gar nicht erst an) günstiger sind, als ein Beutel Äpfel, tut die eigene Gesundheit dem Geldbeutel ganz schön weh
- Gesellschaftlicher Druck: mit Freunden essen, Geburtstagsfeiern, Alkoholverzicht.....das ist auf Dauer nicht meine Welt

Hierzu muss ich etwas ausführlicher schreiben, da ich das Thema "Rohkost" für mich nicht so einfach handhaben kann.
Ehe ich mich mit diesem Thema beschäftigte, waren Rohköstler für mich Spinner. Die Vorstellung, sich nur von rohem Obst und Gemüse zu ernähren, fand ich krankhaft, gehörte ich doch eher zu denen, die am liebsten zweimal am Tag kochen. Allerdings stellte ich schnell fest, dass es in der Rohkost wesentlich mehr Möglichkeiten gibt, als Obstsalat und Co. Ich bin mittlerweile ein Fan von meinem Dörrgerät und habe zahlreiche neue Inspirationen erhalten. Am meisten beeindruckt bin ich über die Veränderungen an mir. Ich sehe super aus (ich bin selbstverständlich ne Naturschönheit, aber momentan sehe ich noch besser aus. Reine Haut, glänzendes Haar etc. ;)  ), fühle mich fit und agil. Ich esse mittlerweile leidenschaftlich gerne Obst in sämtlichen Ausführungen. Selbst Salate haben es mir angetan; ertränkte ich vorher Grünzeugs in einem gut gewürzten Dressing, reicht mir doch mittlerweile für eine große Schüssel Salat etwas Öl und Zitronensaft.  Ich liebe es, solch komischen Dinge, wie grüne Smoothies zu konsumieren oder zu Frühstück mit Messer und Hammer Kokosnüsse zu knacken ("Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Maß an Verrücktheit"). Ich kann es nicht anders beschreiben - Rohkost hat mich voll und ganz überzeugt.
Warum ist es jedoch für mich von vornherein klar, dass rohköstliche Ernährung kein Dauerzustand für mich wird?
Im Alltag achte ich auf sehr viel. Ich lebe nach dem Grundsatz, möglichst wenig Schaden an Tier und Umwelt anzurichten. Ich lebe vegan (was über die Ernährung hinausgeht), vermeide Plastikmüll, Palmöl, unnötige Fahrtstrecken mit dem Auto.......die Liste ist endlos. Wenn ich zu meiner anfänglichen Unterscheidung von Gesundheitsveganern und Ethikveganern zurück komme, zähle ich mich eindeutig zu den Menschen, die aus ethischen Aspekten handeln. Gesundheit ist nicht unwichtig, nimmt jedoch einen deutlich geringeren Stellenwert für mich ein. Mein Rauchstopp verdanke ich beispielsweise nicht der Erkenntnis, dass es mir schadet, sondern vielmehr dem Bewusstwerden der zahlreichen ökologischen Nachteile (klingt vielleicht doof, aber wer wirklich schon mal sich dem Entzug von einer Sucht ausgesetzt hat, versteht vielleicht, warum man für sich überzeugende Argumente finden muss, um das durchzuhalten). Wenn es rein um meine Gesundheit geht, habe ich kein sonderlich ausgeprägtes Durchhaltevermögen.
Ernährungsumstellungen sind immer schwer, es gilt aus vertrauten Denk- und Handlungsmustern auszubrechen. Als ich vor etlichen Jahren aufhörte Fleisch zu essen, gelang mir das nur, weil mir das Wohl der Tiere bedeutender war, als das gemeinsame Essen und friedliche Beisammensein mit meiner Familie. Die Umstellung auf vegane Kost gelang mir auch nur, weil mir die Vermeidung von Leid, Ausbeutung und der Widerstand gegen Unterdrückung und Umweltverschmutzung wichtiger war, als soziale Angepasstheit. Wäre ich Veganerin geworden, um gesund, schlank und schön zu werden? Weil es gerade in Mode ist? NEIN!!! Ich hätte das unter dieser Motivation dauerhaft nie ausgehalten, meine gewohnten Bahnen zu verlassen.
Letztlich geht es in der Rohkost um Gesundheit. Der ethische Aspekt, den die rohköstliche Ernährung mit sich bringt, ist nicht mehr oder weniger durch die "normal-vegane" Ernährung abgedeckt. Es geht mir sehr gut durch die Rohkost, aber ich vermisse das Kochen. Ich vermisse auch das Trinken von Alkohol auf Feiern. Ich vermisse Restaurantbesuche, das gemeinsame Kochen mit Freunden etc. Ich vermisse die überzeugende Verbreitung von veganer Ernährung in meinem direkten Umfeld - klingt zwar blöd, aber ich konnte keinen meiner fleischessenden Freunde mit nem schönen Obstteller von der veganen Lebensweise überzeugen, es wirkte eher abschreckend.
Zum Schluss möchte ich noch Anmerken, dass rohköstliche Ernährung vieler Informationen bedarf. Ich habe es immer wieder betont, ich bin kein Freund von der Theorie. Rohköstler müssen jedoch unheimlich gut über Nährstoffzusammensetzungen informiert sein. Ich habe gelesen und gelesen und mir das Wenigste gemerkt, da ich lieber aus dem Bauch heraus handle.Vermutlich würde ich auf Dauer mit Mangelerscheinungen zu tun haben, da mir für Nähstoffkunde absolut die Muse fehlt. Auch hier investiere ich meine Zeit lieber in die Auseinandersetzung mit ethischen Themen, Demonstrationen, Tier- und Umweltschutz, Aufklärungsarbeit etc. und ich freue mich ungemein, dass ich dafür jetzt auch wieder mehr Zeit haben werde.

Zwei Monate lang habe ich mich jetzt nahezu ausschließlich meiner Gesundheit gewidmet, viel gelernt, viel verändert. Ich bin nicht zur Bodybuilderin geworden und habe mir doch tatsächlich ne Zerrung bei meinem Klimmzügetest zugezogen :( Aber ich bin sportlich aktiv geworden, habe auch mit dem Rauchen aufgehört und viel für mich getan. Mir geht es sehr gut und ich bin froh, diese beiden Experimente durchgezogen zu haben.
Ich weiß zumindest, dass ich aus beiden Experimenten Dinge für mich mitnehmen werde - regelmäßigen Sport und mehr Rohkost im Alltag, in der Hoffnung, dass meine positive Verfassung anhält :)
Wie bereits angekündigt, pausiere ich jetzt erstmal eine gewisse Zeit mit Experimentieren und widme mich meinem Geburtstag, Omas Geburtstag, unserer in Gründung befindlichen Bürgerinitiative, meiner neuen Arbeit (oh, hab ich erwähnt, dass ich nen neuen Job anfange)....viel zu tun, aber ganz stressfrei geht bei mir auch nicht ;)


Dienstag, 4. März 2014

Rohkost Tag 23 -27 Meine neu entdeckte Liebe zu Kokosnüssen und Vorfreude auf Kochkost

Das Rohkostexperiment steht kurz vor seinem Ende und damit steht auch eine kurze Experimentierpause bevor. Eigentlich hatte ich ursprünglich geplant, die Experimente direkt aufeinander folgen zu lassen, was ich jedoch aus den zwei folgenden Gründen nicht durchziehen werde.
1. Wenn ich nicht bald mal wieder was warmes zu Essen bekomme, drehe ich durch. Ich habe Heißhunger auf zigtausend verschiedene Gerichte...vermutlich werde ich Samstag erstmal nach Oldenburg fahren und meinen heißgeliebten Döner verputzen. Ich freue mich aber auch auf´s Kochen. Ich mag Kochen und es ist nicht mit der einfachen Lebensmittelzubereitung in der Rohkost vergleichbar.
2. Es stehen zwei Ereignisse bevor, die ich ungerne als Fruganer erleben möchte. Mein Geburtstag (in 1 1/2 Wochen) und der Geburtstag meiner Oma (in 2 1/2 Wochen). Ich werde an meinem Geburtstag Besuch bekommen und ich liebe es, meinen Besuch zu bekochen und ich habe nicht die Muse, mir Gedanken über eine frugane Party Gedanken zu machen...eigentlich traurig, dass ich mich nicht zu einer komplett "leidfreien" Feier durchringen kann...
Meine Oma feiert ihren Geburtstag immer, indem sie die ganze Familie zum Essen beim Griechen einlädt. Das ist als Veganerin schon ne Herausforderung, als Fruganerin eine Unmöglichkeit....
Von da her werde ich ca. drei Wochen pausieren, ehe ich mit dem nächsten Experiment beginne.
Ich bin zumindest glücklich mit meiner Entscheidung :)

Meine momentane Kost besteht zum einen aus Zeitmangel, zum anderen aus Angst vor weiterer Gewichtszunahme überwiegend aus Obsttellern und Salate in sämtlichen Variationen. Das klingt nicht gerade spektakulär, ist aber unheimlich lecker und ich freue mich jedes Mal über meine kleinen Mahlzeiten. Das gibt mir auch die Gelegenheit, Obst und Gemüse auszuprobieren, welches ich vorher noch nie gegessen habe. Dazu zähle ich jetzt auch ein Lebensmittel, in welches ich mich verliebt habe: die Kokosnuss
Auf diesen ganzen Rohkostseiten hab ich immer wieder über den Gesundheitswert von Kokosnüssen gelesen. Das hat mich jedoch weniger interessiert (da kommt wieder meine mangelndes Theorieinteresse durch). Viel faszinierender fand ich die Tatsache, dass die Supermarktkokosnüsse (die braunen) nicht rohköstlich sind und der Verzehr von Trinkkokosnüssen oder frischen Kokosnüssen angeraten wird. Mal abgesehen davon, dass ich immer davon ausgegangen bin, dass Kokosnüsse in unseren Märkten auch so wie sie aussehen, an den Palmen wachsen (*schäm*) waren mir der Begriff der Trinkkokosnuss absolut fremd. Da ich das Knacken von Kokosnüssen auch eher mit viel Aufwand und Dreck in Verbindung gebracht habe, habe ich mich eigentlich auch nie näher mit dessen Verzehr auseinander gesetzt. Aber die frischen Kokosnüsse haben mich dann doch neugierig gemacht.
Also habe ich erstmal ne Bestellung getätigt bei Coconow und mich dann heute Morgen mit diesen supertollen Trinkkokosnüssen auseinander gesetzt. Mein Frühstückstisch erinnerte daher auch leicht an eine Werkbank
Direkt nach dem Aufknacken kam mir bereits das Kokoswasser entgegen und im Gegensatz zu den normalen Kokosnüssen, die kaum Flüssigkeit enthalten, kamen hier stolze 300ml zusammen. Den ersten Schluck habe ich mir pur gegönnt (super lecker), den Rest zu einem Frühstückscocktail mit Ananas gemixt
Der Rest der Kokosnuss ist noch spektakulärer. Das Fruchtfleisch ist nicht hart sondern ziemlich wabbelig und dünn und leicht mit einem Löffel heraus zu schaben.
Kokosfleisch

Auch das wurde erst pur probiert (ebenfalls super lecker) und dann zu einem Obstteller hinzu gefügt
So hatte ich bei wunderbaren Sonnenschein schon ein kleines Karibikfeeling in meiner Küche. Bin ich froh, dass in dieser bestellten Kiste noch 8 weitere Kokosnüsse auf mich warten ;)

In diesem Sinne starte ich die letzten drei Tage der Rohkost. Bald folgt das Rohkostfazit.


Sonntag, 2. März 2014

Saisonkalender März

So langsam geht mir die eingeschränkte Auswahl auf den Keks.....Frühling, wo bist du????


Obst
Ananas
Ananas
Blutorangen
Blutorangen
Mangos
Mangos
Orangen
Orangen
Zitronen
Zitronen









Gemüse
Champignons
Champignons
Chicoree
Chicoree
Grünkohl
Grünkohl
Möhren
Möhren
Rote Bete
Rote Bete
Spinat
Spinat
Sellerie
Staudensellerie

Wochenzusammenfassung 8. + 9. Kalenderwoche 2014

Es gab viel zu lesen....am meisten hat mich die beginnende Hetzjagd gegen  Homosexuelle in Uganda getroffen....und dass Deutschland bisher noch zu den Staaten gehört, die keine Konsequenzen in Form von einbehaltenen Entwicklungshilfen zieht....ich hoffe, dass man dies nicht als stillschweigende Zustimmung von unserem Staat verstehen muss. Bei der ganzen Homophobiedebatte könnte zumindest leicht zu diesem Schluss kommen....
Aber es gab auch ein paar Erfolge, die hier nicht unerwähnt bleiben sollten - schließlich kann man nicht nur immer sich auf das Negative konzentrieren

Artikel
Hunger ist organisiertes Verbrechen - Interview mit Jean Ziegler

"Die Zeit der unregulierten Massentierhaltung ist vorbei" - Interview mit Christian Meyer (niedersächsischer Landwirtschaftsminister) - ich hoffe, er behält Recht, das wäre zumindest ein guter Anfang

Nachhaltigkeit bei IKEA - ein toller Erfolg :)

Schlachthof in Bad Bramstedt stillgelegt - endlich wurde mal etwas unternommen. Und dann glauben die Menschen noch, dass Tierquälerei in Deutschlands Schlachthäusern nicht vorkommt wegen der "hohen Qualitätsstandards"...

1500 Jäger geladen vor Wut -  da hat wohl mal jemand seinen Willen nicht gekriegt; bleibt zu hoffen, dass die Jäger in ihrer Wut nicht noch mehr zu den Waffen greifen

Rette ich als Veganer die Welt, sterbe ich vorher an meinen Mangelerscheinungen oder verhungere ich, weil vegan so teuer ist?

Fleischesser sind seltener krank als Vegetarier - mein Zeitgefühl ist verwirrt, ist der 1. April????

Uganda erklärt Homosexuellen den Krieg - und wieder ein Staat, der sich gegen die Liebe entscheidet....und das auf ziemlich grausame Art und Weise

Homophobe Hetzjagd setzt ein - und so sieht die Praxis in Uganda aus :(


Über Homosexualität darf man nicht streiten - Frau Roth, können sie das den Regierenden in Uganda bitte erklären?

Warum sich die sexuelle Orientierung jedem Werturteil entzieht - bei dieser ganzen Homophobiedebatte, die momentan in Deutschland kursiert, wünsche ich mir mehr solcher Beiträge


Videos

Die Kuh - schöne Sendung und informative Internetseite

In diesem Witz steckt mehr als ein Maiskörnchen Wahrheit - Genmais in der Heute-Show

Bilder












Was mich sonst noch bewegt?
Es passiert Spannendes in unserem Landkreis und ich bin dabei - die Gründung einer kreisübergreifenden Bürgerintiative gegen weitere Großställe
Erstes Treffen ist bereits erfolgt (siehe hier)

Rezept der Woche
ist momentan auf die Rohkosteinträge verschoben

Ich wünsche euch einen guten Wochenstart :)